Was ein Kredit wirklich kostet

Bei einem Kredit schaust du oft nur auf die Monatsrate – die soll ins Budget passen. Doch die eigentliche Frage ist: Wie viel zahlst du am Ende mehr zurück, als du geliehen hast? Diese Summe sind die Gesamtzinsen, und sie hängen an drei Stellschrauben: Kreditbetrag, Zinssatz und Laufzeit.

Die Laufzeit-Falle

Eine längere Laufzeit senkt die Monatsrate – das fühlt sich gut an, ist aber teuer. Denn je länger du das Geld schuldest, desto länger zahlst du Zinsen. Eine kleine Rate über viele Jahre kann in Summe deutlich mehr kosten als eine höhere Rate über wenige Jahre. Genau hier wird der Zinseszins zum Gegner statt zum Freund: Beim Sparen arbeitet er für dich, beim Kredit gegen dich.

So nutzt du den Rechner

Trage Kreditbetrag, Sollzinssatz und Laufzeit ein. Der Kredit-Rechner zeigt dir die monatliche Rate, die gesamten Zinskosten und den Tilgungsverlauf. Spiel ruhig mit der Laufzeit – du siehst sofort, wie stark sie die Gesamtkosten verändert.

Tipp

Unterscheide gute von schlechter Verschuldung: Ein Kredit, der ein werthaltiges oder ertragbringendes Gut finanziert, kann sinnvoll sein; ein Konsumkredit für eine schnell wertlose Anschaffung selten. Bevor du etwas auf Pump kaufst, prüfe mit dem Finanzielle-Ziele-Rechner, ob Ansparen nicht günstiger ist. Und den Effekt von Zins und Zeit verstehst du grundlegend im Zinseszins-Rechner.

Alle Angaben sind unverbindlich und stellen keine Finanz- oder Steuerberatung dar.