Warum ein paar Zehntelprozent so viel ausmachen

Die Gesamtkostenquote eines ETFs (TER, Total Expense Ratio) klingt nach einer Nebensächlichkeit: 0,2 % statt 0,4 % – wen juckt's? Über lange Zeiträume juckt es sehr. Denn die Kosten wirken jedes Jahr, auf das gesamte Kapital, und schmälern genau die Basis, auf der dein Zinseszins arbeitet.

Das Rechenbeispiel, das überzeugt

Bei 100.000 € Anlage über 30 Jahre und 7 % Bruttorendite kostet dich ein ETF mit 0,4 % TER gegenüber einem mit 0,1 % über die gesamte Laufzeit einen fünfstelligen Betrag – Geld, das nicht in den Markt fließt, sondern in Gebühren. Der Effekt ist deshalb so groß, weil die gesparten Kosten selbst wieder mitverzinst würden. Kosten sind die einzige Rendite-Komponente, die du fast sicher beeinflussen kannst – die Marktrendite kannst du nicht steuern, die TER schon.

So nutzt du den Rechner

Trage Anlagebetrag, Laufzeit, erwartete Rendite und die TER beider ETFs ein. Der ETF-Kosten-Vergleich-Rechner zeigt dir den Endwert beider Varianten und die Differenz in Euro – meist eindrucksvoller als jede Prozentangabe.

Tipp

TER ist nicht alles: Achte zusätzlich auf Tracking-Differenz, Fondsgröße, Replikationsmethode und Handelskosten bei deinem Broker. Den Zinseszins-Effekt hinter dem Kostenunterschied verstehst du am besten im Zinseszins-Rechner. Wer seine realen Kosten und Renditen über die Jahre dokumentieren will, kann das kostenlos im Trading-Journal tun.

Alle Angaben sind unverbindlich und stellen keine Anlageberatung dar.